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Vollautomatisierte Druckmaschinen und Journalismus mit Leidenschaft

Gemeinsamer Redaktionsbesuch der Schülerinnen und Schüler aus dem P-Seminar "Zeitungsjournalismus" und der Klasse 8c im Medienzentrum der Augsburger Allgemeine

Von hohem journalistischem Ethos und wirtschaftlichen Zwängen wusste die Leiterin der Günther-Holland-Journalistenschule, Stefanie Sayle, dem P-Seminar „Zeitungsjournalismus“ in einem Konferenzraum zu berichten. Ins Medienzentrum der Augsburger Allgemeine brach das P-Seminar unter Leitung von Andreas Hollick und Carolin Fronius zusammen mit der Klasse 8c Mitte Dezember 2017 auf. Dort wurde schnell der Anspruch der AZ deutlich, den Sayle auch an ihre Volontäre weitergibt: Der Journalist dürfe sich nicht in den Mittelpunkt stellen, sondern solle intensive Recherche betreiben und möglichst objektiv die Informationen dem Leser zur Verfügung stellen, damit dieser selbst zu einer Position gelangen könne. „Schön schreiben“ sei dabei eine gute Grundlage eines Printjournalisten, wichtig sei aber vor allem gründlich zu recherchieren und sich zu trauen, Dinge zu hinterfragen. Der wesentliche Tipp der Redakteurin für das Verfassen eines journalistischen Textes ist daher, viele Informationen zu sammeln: So können die wesentlichen Informationen gefiltert und für den Artikel verwendet werden. Printjournalismus in der digitalen Welt bedeutet auch, vor den Umwälzungen des digitalen Zeitalters nicht die Augen zu verschließen. Dennoch brauche es stets einen fundiert ausgebildete Journalisten – ganz gleich, welche Vertriebswege sich für das journalistische Produkt eröffneten. Mit Blick auf diese Veränderungen setzt auch die Augsburger Allgemeine auf mehrere Standbeine, die mit Radio, Fernsehen, Werbung und zahlreichen anderen Sparten aufgebaut worden sind. Trotz allem werde es nicht den Journalisten geben, der alle Bereiche abdecken könne und neben einer Meldung auch gleich noch eine Reportage, geeignete O-Töne und den Online-Beitrag über ein Ereignis erstellen könne. Hierfür gälten für jedes Medium eigene Gesetze, sodass es auch noch in Zukunft Journalisten mit ihrem je eigenen Schwerpunkt geben werde.
Eine spannende Tour durch die Produktionsstätte mit vollautomatisierten Druckmaschinen bildete dann den zweiten Teil des Unterrichtsgangs. Von der Herstellung der Druckplatten bis zum Einlegen der Werbeprospekte konnten die 35 Schüler hautnah mitten im Produktionsprozess der „extra“-Wochenzeitung dabei sein. So ergab sich in der Vorweihnachtszeit mit der Unterrichtsfahrt nach Augsburg ein faszinierender Einblick in die Welt der Zeitungsproduktion, angefangen beim  beruflichen Einsatz der Journalisten bis zur technischen Perfektion beim Druck.
 

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