Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Unterricht Seminarfächer Seminare 2012-2014 P-Seminar Physik

Am Lech entlang unser Planetensystem erkunden

Landsberg ist um eine Attraktion reicher: In den Sommerferien konnte unser Planetenweg, der im Rahmen des P-Seminars Physik 2014 entstanden ist, endlich aufgestellt und am 28. September offiziell eröffnet und der Stadt übergeben werden.

 Logo Planetenweg.png Seit diesem Sommer kann man auf einer landschaftlich wunderschönen Wanderung von der Karolinenbrücke bis zum Parkplatz am Waldfriedhof die Größenverhältnisse in unserem Planetensystem erkunden. Die Idee unseres Planetenwegs ist es, unser Heimatsonnensystem in einem geeigneten Maßstab, der für die Entfernung und die Größe der Planeten derselbe ist, so darzustellen, dass man erfahren oder besser erwandern kann, wie winzig im Vergleich zum gesamten Sonnensystem unsere Planeten sind, insbesondere auch unsere Erde. Oberbürgermeister Neuner brachte es bei der Eröffnung treffend auf den Punkt: „Eigentlich führen wir ein Dasein als Staubkorn.“Planetenweg 8.JPG
Nachdem unser Gymnasium mit Ignaz Kögler den Namen eines berühmten Sohnes der Stadt trägt, „der sich aufgrund seiner exakten Kalenderberechnungen am Hof des Kaisers von China Respekt und Anerkennung erwarb – bis hin zum Ehrentitel Mandarin“, wie es Schulleiterin Ursula Triller in ihrer Eröffnungsrede formulierte, war es naheliegend, zu diesem Themenkreis ein P-Seminar im Fach Physik anzubieten. Schließlich fanden sich 15 Schüler, die sich an diese große Aufgabe heranwagten.
Von der ersten Idee bis zum endgültigen Konzept bedurfte es vieler Diskussionen zunächst in den Seminarsitzungen. Mehr Zeit als erwartet erforderte es, unsere Pläne mit allen relevanten Stellen der Stadt abzustimmen und genehmigen zu lassen. Unsere Ideen diskutierten wir in etlichen Treffen mit der ehemaligen Stadtbaurätin Frau Micheler, die durch konstruktive Kritik maßgeblich an der Gestaltung mitwirkte. Modelle wurden gebastelt. Ein Platz für den Weg musste gefunden werden, wobei uns Herr Huttenloher vom städtischen Bauhof hilfreich zur Seite stand. Nicht unerwähnt bleiben darf hier Frau Patricia Sepp vom Designstudio „Klare Linie“, die uns - weitgehend in ihrer Freizeit - sehr bei der Gestaltung der Infotafeln geholfen hat. Von ihr stammt auch das pfiffige Logo des Wegs. Planetenweg Aufbau.JPG

Firmen mussten gefunden werden, die unsere Ideen umsetzen konnten. Die Ausbildungseinrichtung der Firma Hirschvogel in Denklingen erklärte sich bereit, einen Teil der Ausführungsarbeiten zu übernehmen und so wurde bei etlichen Besuchen die Machbarkeit besprochen. Genehmigungen - unter anderem wegen der Sicherheit des Weges - mussten vom Ordnungsamt über das Bauamt bis zum Bauausschuss eingeholt werden. In einer gelungen Präsentation im Rahmen einer Bauausschusssitzung gelang es den Schülern, die Mitglieder des Bauausschusses von unserer Idee zu überzeugen. Schließlich gab auch der Oberbürgermeister sein Placet.
Darüber ging viel Zeit ins Land. Das Konzept stand, wir hatten mehrfach die Firmen Stelzner in Ummendorf und Hirschvogel-Ausbildung in Denklingen besucht, sehr informative Führungen durch die Werkstätten gemacht, beim Schneiden der ersten Planetenplatten mit dem Laser bei Stelzner und beim Probefräsen einer Infotafel in Denklingen zugesehen.
Ja und dann endete das Seminar mit dem Zwischenzeugnis 2014. Die Schüler hatten andere Sorgen – das Abitur näherte sich mit Riesenschritten. Und so ruhte das Projekt erst einmal.
Nachdem jedoch die Frank-Hirschvogel-Stiftung sich bereit erklärt hatte, die Kosten des Weges zu übernehmen und auch die Firmen Stelzner und Hirschvogel-Ausbildung bereits kostenlos Manpower investiert hatten, war es selbstverständlich Ehrensache, das Projekt zu einem guten Ende zu bringen. Und so setzten wir ab 2015 die Fertigstellung fort. Die Infotafeln wurden von der Hirschvogel-Ausbildung gefräst, bei der Firma Stelzner im Pulververfahren farbig hinterlegt, die Sockel für die Infotafeln mit dem Laser ausgeschnitten, gerollt und verschweißt, die Planetenmodelle in Denklingen angefertigt und auf den Säulen befestigt. Schließlich musste alles zur Firma Müller in Pfaffenhausen gebracht werden, wo die samtig glänzende Oberfläche entstand.

Planetenweg 2.JPG

 

Artikelaktionen