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Bienen im Frühjahr

Nach monatelanger Ruhe am Bienenstand setzt ab Februar/März mit zunehmender Tageslänge und ansteigenden Temperaturen wieder verstärkte Aktivität bei den Bienenvölkern ein. Meist beginnen diese im Februar mit dem Brutgeschäft. Sobald die Außentemperaturen auf über 8 – 10° C ansteigen, unternehmen die Bienen den lang ersehnten Reinigungsflug. An diesem Tag im Jahr fliegen möglichst viele Bienen eines Stockes aus, um ihren Darm zu entleeren, denn Bienen koten nicht in ihre Behausung.


Die Natur sorgt bereits zu Ausgang des Winters für die ersten Nahrungsquellen der Bienen (z.B.: Haselnuss, Schneeglöckchen, Krokus). Sie bieten den Bienen früh den lebenswichtigen Blütenpollen, das pflanzliche Eiweiß an, welches zur Brutaufzucht benötigt wird. Um den Vorrat zu sichern, sammeln die Bienen bis in den Herbst hinein Pollen und konservieren sie, damit im Winter oder bei Wetterrückschlägen im Frühjahr genug für die Larvenfütterung zur Verfügung steht. Bei Temperaturen ab ca. 13° C bietet die Natur den Bienen dann auch den Blütennektar, der ebenfalls sehr wichtig ist. Richtig los geht es dann im April, mit Beginn der Löwenzahn- und Kirschblüte.


Von April bis Juni legt die Königin die meisten Eier, nämlich bis zu 2000 am Tag, was ihrem eigenen Körpergewicht entspricht. Dazu bekommt sie von ihren Arbeiterinnen sehr eiweißhaltiges Futter. Legt sie befruchtete Eier in normale Wabenzellen, schlüpfen nach 21 Tagen Arbeiterinnen. Wenn sie diese jedoch in größere Zellen legt, werden die Larven besonders eiweißhaltig ernährt, so dass nach 16 Tagen Königinnen daraus werden. Aus nicht befruchteten Eiern schlüpfen Drohnen, männliche Tiere. Nacheinander üben die Arbeiterinnen mehrere Berufe aus, wie die Reinigung des Stockes, das Versorgen der Königin und der Brutpflege, Wächterdienste und die Nahrungssuche. Im Sommer sterben sie nach etwa fünf Wochen. Die im August geschlüpften überwinternden Arbeiterinnen leben wesentlich länger.


Im Frühsommer, wenn der Staat am stärksten ist, schwärmt die Königin mit etwa der Hälfte der Arbeiterinnen aus und sucht eine neue Behausung. Dazu fliegen sie zum Teil mehrere Kilometer weit. Eine junge Königin übernimmt im Heimatstock ihren Platz und fliegt einige Male aus, um sich von verschiedenen Drohnen begatten zu lassen. Der Spermienvorrat reicht für ihr ganzes Leben.

 

Quellen:
http://www.tumev.de/BienenImFruehling.html
http://www.bremer-imker.de/Archiv/Monatsbetrachtungen/Mai.pdf
http://www.imkerei-lui.de/Infobrief_Imkerei_Lui_fruehling_2009.pdf

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