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Europa! - EU-Projekttag am Ignaz-Kögler-Gymnasium

Anlässlich des vorangegangenen Europatages hatten Schülerinnen und Schüler der elften Jahrgangsstufe die Möglichkeit, sich mit Ludwig Hartmann (MdL) über die Thematik Europa auszutauschen. Am 22.05.2017 eröffnete der Landsberger, der seit 2008 Mitglied des Bayerischen Landtags und dort aktuell als Fraktionsvorsitzender des B‘90/Grüne tätig ist, die Diskussionsrunde in der Aula des Ignaz-Kögler-Gymnasiums.

2017 – 60 Jahre nach Abschluss der Römischen Verträge und 25 nach Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht, der die Vertiefung der Europäischen Einigung durch die Gründung der Europäischen Union vorantrieb - ist ein gutes Jahr, um jungen Menschen, die später einmal verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Beruf und vielleicht auch in der Politik übernehmen werden, die Errungenschaften der Einigung Europas, die mit diesen Verträgen grundgelegt wurden, bewusst zu machen.
Aus diesem Grund ist der 22. Mai 2017 zum deutschlandweiten EU-Projekttag erklärt worden, an dem Schülerinnen und Schüler durch den unmittelbaren Kontakt mit politischen Entscheidungsträgern mehr über Politik in Europa erfahren sollen und dies aus erster Hand. Zu uns kam der Landsberger Ludwig Hartmann, der nicht nur seit vielen Jahren Stadtrat ist, sondern auch Mitglied des bayerischen Landtags und Fraktionsvorsitzender des Bündnis 90 / Die Grünen.Hartmann HP1.JPG

Unsere Schulleiterin Ursula Triller begrüßte ihn mit warmherzigen Worten und ließ es sich am Ende nicht nehmen, ihm für sein kürzlich geborenes erstes Kind selbstgestrickte Wollsöckchen zu überreichen.

Recht bald darauf entspann sich auch schon eine angeregte Diskussion mit dem Grünenpolitiker. Nach einer kleinen Einführung in die Funktion und Aufgabe der Europäischen Union stand es den Schülern offen, Fragen zu stellen. Wofür steht Europa in der heutigen Zeit? Für Ludwig Hartmann handelt es sich selbstverständlich um weit mehr als eine reine Freihandelszone und Wirtschaftsgemeinschaft, da die Europäische Union vor allem von gemeinsamen Werten getragen wird. Solidarität, gegenseitige Unterstützung, doch zu allererst die Bewahrung des Friedens machen für ihn Europa aus. Ihm war aber auch wichtig, welche Bedeutung es für die Schüler hatte und inwiefern es eine Selbstverständlichkeit für sie geworden war. Hartmann HP2.JPGDa die Schüler ausnahmslos in der Zeit nach der Gründung der Union aufgewachsen waren, fiel es den meisten schwer, die Bedrohlichkeit der aktuellen Entwicklungen wirklich wahrzunehmen. Thematiken, die von Seiten der aktiv beteiligten Schüler aufgeworfen wurden, waren beispielsweise Bildung, Entwicklungshilfe und der Umgang mit wirtschaftlich schwachen Ländern wie Griechenland. Eine Diskussion auf gleicher Ebene war zu allen Zeiten möglich, was Vorwissen und Interesse der Schüler, sowie Respekt und Aufmerksamkeit des Politikers voraussetzte. Die Fragen der Schüler beantwortete er ausführlich und treffend und es gelang ihm gut, die Veranstaltung nicht parteipolitisch zu gestalten. Nach anderthalb Stunden kurzweiliger Diskussion wurden die Schüler durch seinen Besuch zu neuen Denkanstößen angeregt. Aufgrund aktueller politischer Entwicklungen ist die Europäische Union weniger selbstverständlich, dafür umso wichtiger geworden.



 

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