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Tod und Sterben, Hoffen und Glauben

Das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach ist ein Ort, an dem Lebensfreude, Geborgenheit und Gemeinschaft genauso ihren Platz finden, wie Trauer und Schmerz. Für Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Ignaz-Kögler-Gymnasiums berichten Frau Waltl-Jensen über das Kinderhospiz und Frau Laurer über ihre Arbeit als Seelsorgerin im Klinikum Landsberg.

Kinderhospiz.jpgDie Aula des Ignaz-Kögler-Gymnasiums ist voller Zehntklässler, die die nächsten beiden Schulstunden über das Kinderhospiz St. Nikolaus und über Sterbebegleitung informiert werden.
Der anfänglichen Anspannung gegenüber dessen, was nun kommt, folgt schon nach den ersten Erzählungen der Referentin Frau Waltl-Jensen deutlich spürbare Betroffenheit. Die Schicksale der Gäste – so werden die unheilbar und Lebens begrenzt erkrankten Kinder und ihre Familien genannt – im Hospiz gehen an die Nieren, machen demütig. Zielsetzung und Gestaltung des Hospizes zeigen, dass es um eine ganzheitliche Betreuung für die ganze Familie geht, denn häufig haben die erkrankten Kinder auch Geschwister, die hier im Allgäu ebenso wie die Eltern Erholung, Abwechslung und Austausch finden können. Durch einen Film über das Kinderhospiz bekommen die Worte Waltl-Jensens Gesichter und Namen, und bei aller Traurigkeit, die ein Kinderhospiz mit sich bringt, wird auf einmal sichtbar, dass dort auch Freude und ganz viel Hoffnung zu Hause sind.
Die offenen Worte Frau Laurers, Seelsorgerin im Klinikum Landsberg, über Trauergespräche, die Gegenstand ihrer Arbeit sind, tragen selbst ganz entscheidend dazu bei, dass dem Thema „Tod und Sterben“ der Schrecken genommen wird. Denn sie spricht von der „heilenden Wirkung des darüber Sprechens" und ihrer eigenen inneren Haltung, nicht im Leid zu verharren, sondern darauf zu vertrauen, dass an der Seite eines jeden Gott ist.
Das Kinderhospiz ist nicht religionsgebunden und dennoch werden dort die existenziellen Fragen wie die nach dem „Warum" angesprochen und bekommen in der hauseigenen Kapelle auch ihren Ort und mit der Seelsorgerin ein Gegenüber. Die Gesprächsmöglichkeiten werden genutzt, im Hospiz und in der Klinik, das machen beide Referenten deutlich und sind sich einig: eine Antwort auf die Frage „Warum" kann nicht gegeben werden.
Am Ende des Vortrags kann Herr Fischer noch Spenden der Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen überreichen, über die sich Frau Waltl-Jensen sehr freut. Denn das Hospiz ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen, da nur so die Unterbringung der gesamten Familie erkrankter Kinder möglich wird.


 

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