Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Unterricht Fächer Religionslehren Aktivitäten "Damit ihr Hoffnung habt"

"Damit ihr Hoffnung habt"

Augsburger Weihbischof Florian Wörner spricht zu Schülerinnen und Schülern der Q12 und ihren Lehrkräften in der IKG-Aula

HP1.JPGGern folgte der Augsburger Weihbischof Florian Wörner der Einladung der Fachschaft katholische Religionslehre, vor den Abiturienten einen Vortrag über das Thema "Hoffnung" zu halten. An ausgewählten Beispielen zeigte er, wie sich Menschen, die in der Hoffnung leben, auch in scheinbar ausweglosen Situationen bewähren. Diese Hoffnung aber sei keine leere Illusion, sondern habe einen tragenden Grund in der Begegnung mit dem lebendigen Gott, der auch das Böse noch zum Guten wenden könne. HP2.JPG
Im anschließenden Gespräch äußerte Wörner, der lange Jugendseelsorger der Diözese war, die Überzeugung, dass auch junge Leute im Gebet Hoffnung fänden, etwa wenn der Tod eines Freundes verarbeitet werden müsse. Auf die kritische Frage eines Schülers, ob man nicht auch ohne Gott gut sein könne, antwortete er: „Davon bin ich überzeugt und ich kenne solch feine Menschen auch. Doch denke ich mir oft: Wie könnten die erst abgehen, wenn sie sich im Gebet an Gott wenden würden.“ Ob die Institution Kirche überhaupt notwendig sei für den Glauben, wurde gefragt. Klar habe Jesus die Kirche gewollt, so der Geistliche; sonst hätte er nicht Jünger berufen und ausgesandt: „Es waren immer Leute der Kirche, die den Glauben wachsen ließen.“ Mache er nun Werbung für Gott oder für die Kirche? Auch auf diese Frage reagierte Wörner gelassen: „Ich bin überzeugt, dass die Kirche, das Im-Gebet-Zusammenkommen notwendig ist.“
Besonderes Interesse zeigten die Kollegiaten an Wörners eigenen Erfahrungen. Auch er habe während des Studiums gezweifelt, gab der Bischof zu; vor allem an sich selber: „ob ich das alles, den Verzicht auf eine eigene Familie, den Gehorsam meinen Vorgesetzten gegenüber, überhaupt schaffe.“ Abschließend wünschte er den Abiturienten, auch für die anstehenden Prüfungen, guter Hoffnung zu sein: „Ihr seid schon drin in meinem Gebet und ihr bleibt es auch weiterhin.“HP3.JPG


Im Anschluss segnete Florian Wörner im Beisein des Künstlers Henryk Skudliks die nach dessem Entwurf gestalteten Fensterbilder im Raum der Stille. Auch Frau Triller sowie einige Schüler und Lehrkräfte nahmen an der kleinen Zeremonie teil. Henryk Skudlik, der von seiner Frau begleitet wurde, war vor seiner Pensionierung vor einigen Jahren Kunstlehrer am Ignaz-Kögler-Gymnasium.
 

Artikelaktionen