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Plasma - überall und unbekannt

Am Donnerstag, den 16.06.2016, erhielten Schülerinnen und Schüler eines Physikkurses der Q11 durch Christian Wimmer eine spannende Einführung in die Plasmaphysik. Christian Wimmer ist Doktorand am Garchinger Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Bereich ITER-Technologie.

Nach einer Einführung in die Physik dieses ungewöhnlichen und wenig bekannten Zustandes der Materie – es handelt sich dabei um heiße, weitgehend ionisierte Gase - erfuhren unsere Oberstufenschülerinnen und -schüler eine Menge über die technische Verwendung von Plasmen und ihre Bedeutung in der Natur.Bild 1.png
Plasmaschneider werden in der Industrie zum effektiven Trennen von Materialien benutzt und helfen der Feuerwehr, Verunglückte aus völlig demolierten Fahrzeugen zu befreien, an Stellen, wo man mit den üblichen Schneidewerkzeugen die Menschen gefährden würde. Durch Plasmabeschichtung werden u.a. Getränkedosen widerstandsfähig gemacht gegen aggressive Flüssigkeiten wie z.B. Cola. In Neonröhren und Energiesparlampen wird durch Plasma mit hohem Wirkungsgrad elektrische Energie in Licht umgewandelt.
Aber auch in der Natur spielen Plasmen ein große Rolle. In Blitzen bewirkt Plasma die faszinierende Leuchterscheinung. Das geheimnisvolle Leuchten der Polarlichter entsteht ebenfalls in Plasmen. Und ohne Plasma wäre Leben auf der Erde nicht möglich. Die Schüler erfuhren, dass die Sonne nichts anderes ist als eine riesige Plasmakugel, in deren Innerem durch Fusion von Wasserstoff die Energie erzeugt wird, die hier auf der  Erde Leben erst möglich macht.
Zum Schluss erhielten sie einen Einblick in den Stand der Kernfusionsforschung, die mittelfristig einen Beitrag zu unserer Energieversorgung liefern muss.Bild2.jpg
 

Die spannende, mit Experimenten angereicherte und für die Jahrgangsstufen 11 und 12 konzipierte Einführung in die Plasmaphyik durch Christian Wimmers, der dabei von einer Studentin des Lehramts Physik an der Universität Augsburg unterstützt worden ist, stößt an den Schulen auf rege Nachfrage.

 

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