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Eine Woche Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land

Ob es nun der Bau eines Bürstenroboters war, die Erforschung Berchtesgadens auf mathematischem Wege, das Gestalten eines Schlüsselanhängers am Computer, das Eintauchen in die Welt der Vergrößerungen oder die große Welt der Astronomie - die 30 Schülerinnen und Schüler aus unseren sechsten Klassen konnten sich eine Woche lang für jede Menge naturwissenschaftlicher Experimente und Fragestellungen begeistern. MINT-Förderung pur!

Vom 12. bis zum 16.12.2016 hatten 30 interessierte Schüler der 6. Jahrgangstufe die außergewöhnliche Gelegenheit am Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land zu forschen und ihre praktischen Fertigkeiten auszuprobieren.
Beim Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land handelt es sich um eines von zahlreichen sogenannten Schülerlaboren, die es inzwischen in ganz Bayern gibt. Die Idee der Schülerlabore ist es, das Interesse der Kinder und Jugendlichen an den MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) -Fächern zu entwickeln und sie für wissenschaftliche Fragestellungen zu begeistern, indem sie dort eigene Experimente durchführen und praktisch tätig werden. Mit einem derart breiten Angebot wie in Berchtesgaden können allerdings nur noch ein oder zwei weitere im Land aufwarten. Oder wie es einer der Kursleiter vor Ort formuliert hat: ein „Edelstein unter den Schülerlaboren“. Das Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land ist ein Kooperationsprojekt der Technischen Universität München und des Landkreises Berchtesgadener Land. Unterstützt werden die beiden Träger vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie von einem Förderverein, dem Unternehmen und Institutionen des Landkreises Berchtesgadener Land angehören. Dementsprechend sind die Schülerlabore von den Schulen das ganze Jahr über immer gut nachgefragt.
Es war also ein großer Glücksfall, dass IKG-Schüler diese Einrichtung besuchen konnten. Möglich gemacht wurde diese Veranstaltung nicht zuletzt durch eine großzügige Spende der Frank-Hirschvogel-Stiftung Schongau, so dass für die Eltern nur ein kleiner Restbetrag zu finanzieren war.
Wegen der weiten Anreise fuhren wir bereits am Montag los. Den Nachmittag nutzten wir zu einem Besuch im „Haus der Berge“, dem Informationszentrum des Nationalparks Königsee. Am Dienstag startete dann das Programm im Schülerforschungszentrum. Wir begannen am Vormittag mit dem Bau eines „Bürstenroboters“, der mit Hilfe eines Elektromotors und eines Exzenters auf einer handelsüblichen Spül- oder mehreren Zahnbürsten über den Boden wuselt - wenn man denn alles richtig gemacht hat. Am Nachmittag erfuhren wir im Salzbergwerk Berchtesgaden alles über die Entstehung und den Abbau des Salzes, die Geschichte und wirtschaftliche Bedeutung des Salzbergwerkes. Am Mittwochvormittag durften wir Berchtesgaden mathematisch erforschen. Mal anders als im Unterricht erprobten und wandten wir im Gelände mathematische Sachverhalte an. Am Nachmittag hatten wir dann eine Einführung in die Grundzüge der digitalen Produktion und gestalteten am Computer einen Schlüsselanhänger, der anschließend von einem Lasercutter gefertigt wurde. Donnerstagvormittag tauchten wir in die Welt der Vergrößerung ein. Mit Hilfe von Lupe, Stereolupe und Mikroskop tasteten wir uns immer weiter in die Welt des Kleinen und Allerkleinsten vor. Der letzte Nachmittag war der Astronomie gewidmet. Experimentell erkundeten wir viele Phänomene, die durch die Bewegung von Erde und Mond hervorgerufen werden: Jahreszeiten, Finsternisse, Polarkreis, … . Vier spannende Tage, die Lust auf mehr Naturwissenschaften gemacht haben, gingen damit zu Ende.
 

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