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Zu Besuch bei der Königin der Instrumente

Orgelführung in Mariä Himmelfahrt für die Klasse 7a

Orgel Landsberg.jpg„Steigt a Ritter auf an Turm, schaugt’r wia a Bandlwurm….“, heißt es in einer Strophe des Liedes „De oidn Rittersleit“. Auf einen Turm ist die Klasse 7a zwar nicht gestiegen, trotzdem hatte der eine oder die andere sicher einen Drehwurm nach dem Aufstieg auf die Empore der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt in Landsberg, der über eine enge Wendeltreppe führt. Ganz ungewohnt ist die Perspektive so hoch oben, so weit weg vom Hochaltar, so nah an der Orgel. Die Königin der Instrumente thront selbst hier noch über den Köpfen der Schüler und jedes der über 60 Register klingt so viel anders. Was ist der grundsätzliche Unterschied zwischen einem 8-Fuß- und einem 4-Fuß-Register? Richtig: Wenn man die gleiche Taste auf dem Manual drückt, klingt das 4-Fuß-Register eine Oktave höher, ein 16-Fuß eine Oktave tiefer. Der Untersatz, ein 32-Fuß-Register für das Pedal, bringt mit seinen tiefen Tönen dann die Empore beeindruckend zum Wackeln und Beben. Ganz witzig sind Nebenregister, wie Schellencymbel, Glockencymbel und Glockenspiel. Ganz schnell ist da wieder eine weihnachtliche Stimmung hergestellt, wenn der Stern über den Pfeifen sich so lustig dreht und man meint, dass irgendwo ein Engelchen sitzt und mit kleinen Glöckchen spielt. Die Schüler lernen den Unterschied zwischen Lippen- und Zungenpfeifen kennen, wollen aber auch genau erkunden, welche Knöpfe und Pedale welche Auswirkung haben. Da gibt es viel zu hören, aber auch zu sehen, wenn Herr Heller die Jalousie auf- und zu macht: ein gleitender Übergang von einem Piano bis zu einem Forte wird beim Spielen hörbar. Der Tutti-Knopf aktiviert dann alles: sämtliche Register der Orgel erklingen zur Toccata d-Moll von Johann Sebastian Bach. Nicht nur die Lautstärke beeindruckt jetzt, sondern auch der mehrere Sekunden dauernde Nachhall. Insgesamt gibt es viele Geheimnisse zu erkunden, aber am meisten interessiert alle, wozu die in etwa fünf Meter Höhe positionierte Tür in der Seitenwand der Empore da ist, denn es führt keine Treppe hin...

 

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