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In geselliger Runde: Hausmusikabend am Ignaz-Kögler-Gymnasium

Die Schulkonzerte des Ignaz-Kögler-Gymnasiums bieten mit den Vorträgen der Ensembles Kleiner Chor, Großer Chor, Vororchester, Großes Orchester und Big Band immer ein abendfüllendes Programm. Selten werden einmal Solostücke von Schülern vorgetragen. So entstand die Idee zu einem Hausmusikabend. Am 13. April 2016 trugen Schülerinnen und Schüler erstmals in diesem Rahmen kammermusikalische Stücke solistisch oder in Kleinbesetzungen in der Schulaula vor und begeisterten das anwesende Publikum.

HP2.jpgIn ihrer Eröffnungsansprache begrüßte Schulleiterin Triller die Novität unter den musikalischen Darbietungen des Ignaz-Kögler-Gymnasiums mit einem Hinweis auf die Zeichnung zu einer Schubertiade im Hause des Wiener Juristen Joseph von Spaun im Dezember 1826, bei der Schubert im Kreis seiner Freunde Eigenkompositionen am Klavier vortrug und der Bariton Johann Michael Vogl sang. Das Bild, Dokument einer ganz eigenen halbprivaten Konzerttradition, die in jener Zeit entstand, und Ausdruck wachsenden bürgerlichen Selbstbewusstseins war, lässt ein bisschen von der Stimmung solcher Abende erahnen. In korrekter Abendkleidung versammelte man sich um das häusliche Klavier, lauschte begnadeten Gästen wie Schubert. Nach der Musik wird gegessen, man trinkt Punsch, liest einander Gedichte vor, es wird mitunter auch getanzt oder sogar geturnt – am Ende ziehen die einen oder anderen noch gemeinsam miteinander um die Häuser. Und so forderte Ursula Triller die schmunzelnden Anwesenden auf, sich vorzustellen, dass sie sich inmitten der IKG-Aula ein Stück weit auch in einem solchen Salon wähnen sollten: „Die jungen Menschen, die den heutigen Abend gestalten, überzeugen durch ihren Eifer, ihre Hingabe, ihren Mut und ihr Können. Für Essen und Trinken ist gesorgt, Sie können auch gerne Turnübungen machen oder tanzen und anschließend an das Konzert – wie Schubert und seine Freunde – um die Häuser ziehen.“


WP_20160413_21_06_53_Pro_HP1.jpgDas etwa zweistündige Programm bot dann auch alles, was man sich wünschen konnte: Abwechslung nicht nur innerhalb von Epochen, sondern eine Vielfalt an Instrumenten und Konstellationen im Zusammenspiel.

Der erste Block wurde von der Unterstufe gestaltet, in den sich die ganzen musischen Klassen mit einbrachten. Klavierbeiträge aus den Bereichen Klassik, Moderne und Filmmusik von Elena Hinsel, Lina Sießmeir, Emily Aresin, Louisa Kasteleiner, Franziska Wilhelm und ein  Junge der siebten Jahrgangsstufe zeigten, dass die „Kleinen“ schon ganz schön in die Tasten greifen konnten. In Abwechslung dazu präsentierten Eugen Nerlich (Gitarre), Cecilia Winter (Gesang), Nils Andres, Julia Gerum, Juliane Bothe (alle Violine), Sara Bauermann (Querflöte) und Carlotta Freiin von Schnurbein (Cello) Stücke auf ihren Instrumenten bzw. vokal. Manchmal gelang dies auch schon im tollen Zusammenspiel, wie z. B. bei einem Allegro von Carl Heinrich Graun, das von Julia Gerum und Carlotta Freiin von Schnurbein zusammen mit Martin Heller am Klavier zu Gehör gebracht wurde. Eine kleine Klassenband der musischen 6d (Julia Gerum, Louisa Kasteleiner, Ella Rathmann, Paula Täumel (alle Gesang), Lukas Strumberger (Klavier) und Dominik Eichler (Schlagzeug)) trug den selbständig einstudierten Song „Love Yourself“ von Justin Bieber mit eigener Choreographie vor. So manch einer beobachtete sich und seine Sitznachbarn, wie sie dazu rhythmisch im Takt mit den Füßen wippten.
Nach einer kurzen Pause, in der ein P-Seminar zu Getränken und kulinarischen Köstlichkeiten einlud, begeisterte die Oberstufe mit gekonntem Spiel: Cedric Skiebe (10d) mit dem längsten Stück des Abends, dem Andante op. 14, No. 2 von Ludwig van Beethoven. Jana Lahoda (Q11) sang ihr selbstkomponiertes Lied „Vinegar“ und be-gleitete sich dazu auf der Gitarre. Corinna Hart zeigte ihr Talent als Kabarettistin und brachte mit der „Dodekakophonie“ von Bodo Wartke und „Tim liebt Tina“ von Anna Depenbusch zum Schmunzeln und Lachen. Den musikalischen Höhepunkt prägten wohl die drei Additumsschülerinnen Katharina Heinzler (Querflöte: Allegretto (Benjamin Godard) und Andante (Carl Stamitz)) und Julia Kühn-Algarotti (Violine: Sonate für Klavier und Violine a-Moll (Robert Schumann)) in Begleitung von Marianne Lösch (Klavier) sowie Allegra Skiebe (Klavier) mit ihren Stücken, die sie in Klausuren und Abiturprüfung bereits vorgetragen hatten. Sehr musikalisch, differenziert gespielt, aber auch eindrucksvoll virtuos bewiesen die drei, dass sie mit Sicherheit das richtige Abiturfach ausgesucht hatten. Der zum Schluss am Klavier meisterlich vorgetragene, kraftvolle „Tanz der Ritter“ aus „Romeo und Julia“ von Sergei Prokofjew beendete einen wunderschönen Abend, den man sich in dieser Art wieder wünscht.
 

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