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Ahuauaaah!! Ein Besuch bei Tarzan

63 musiscalbegeisterte Schülerinnen und Schüler des Ignaz-Kögler-Gymnasiums erleben in Stuttgart Tarzans faszinierende Geschichte

160217_Tarzan1.jpgEine bis dahin noch nie bei einer Musicalfahrt dagewesene Zahl von 63 Schülern war offensichtlich der Grund, warum unser Wunschtermin nicht zustande kam. Am Tag vor dem Lumpigen Donnerstag waren anscheinend nicht mehr so viele Karten verfügbar, und so machten sich halt die musicalbegeisterte Schar zwei Wochen später auf den Weg, um im Apollo-Theater in Stuttgart die faszinierende Geschichte von Tarzan zu erleben:
Nach einem Sturm, in dem ein Schiff in Seenot geriet, konnte sich Lord Greystoke mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn gerade noch an die afrikanische Küste retten. Allerdings tötete ein Leopard die Familie, mit Ausnahme des Babys, das nun von dem Gorillaweibchen Kala statt ihres ebenfalls vom Leoparden getöteten Kleinen angenommen wurde.

160217_Musicalfahrt Tarzan.jpgDer kleine Tarzan wird bei den Gorillas großgezogen, aber aus Angst um seine Sippe schickt das Familienoberhaupt Kerchak den kleinen Mann nach einigen Jahren fort. Da seine Ziehmutter sich nicht von ihrem Schützling trennen will, folgt sie ihm in die Verbannung. Als Tarzan, der inzwischen zu einem stattlichen Mann herangewachsen ist, die Gorillas vor dem feindlichen Leoparden rettet, wird er wieder aufgenommen. Eines Tages kommt eine Expedition des Forschers Professor Porter in die Gegend. Die den Professor begleitende Tochter Jane trifft im Urwald auf Tarzan, der sie vor einer menschenfressenden Riesenspinne rettet. In den nächsten Tagen und Wochen entwickelt sich eine immer inniger werdende Freundschaft zwischen den beiden, in kurzer Zeit erkennen beide ihre Liebe zueinander. Tarzan will mit Jane nach England fahren. In einer dramatischen Schlussszene erschießt Jagdführer Clayton Kerchak, das Oberhaupt der Affensippe, wird aber danach von Tarzan überwältigt und von den Mitgliedern der Expedition gefangen genommen. Tarzan begreift, dass die Gorillas das wichtigste in seinem Leben sind, er kann seine Familie nicht im Stich lassen und begräbt seine Pläne, Jane nach England zu begleiten. Schließlich entscheidet sich Jane für Tarzan und bleibt bei ihm und den Affen im Urwald. 160217_Tarzan und Jane.jpg
Die bekannte Musik von Phil Collins („You’ll Be In My Heart“) wird von den Darstellern in Deutsch gesungen. Hervorragend vom Orchester gespielt, wird einem aber leider nie der Eindruck von Live-Musik vermittelt. Lediglich der Bühnenauftritt des Dirigenten am Schluss und so manches Klicken eines Karabiners von Darstellern, die sich in Lianen einhaken, und deren Geräusche über die Mikrofone übertragen werden, lassen darauf schließen. Unübertroffen sind aber die akrobatischen Leistungen der sich durch den Saal schwingenden Affen. Unsere Plätze unterhalb des Balkons waren insofern die günstig, weil sich uns aus dieser Perspektive das ganze Bild der Aufführung bot, auch wenn sich im Rücken der vorderen Reihen die Affen aus den „Bäumen“ hangelten. Das scheinbar wirre Durcheinander-Schwingen war perfekt einstudiert, es kam zu keinen Kollisionen oder unfallträchtigen Situationen. Herausragend war die schauspielerische Leistung der Akteure. Der kleine und große Tarzan, sowie deren Gorilla-Kollegen ahmten den Gang der Affen perfekt nach. Ein besonderes Lob auch der Technik und dem Bühnenbild, die mit großartigen Lichteffekten, Vogelperspektiven und gigantischen Pflanzen und Insekten das Publikum beeindruckten.
Insgesamt ein sehr kurzweiliger Abend, der von allen mit stehenden Ovationen gewürdigt wurde. Da hat man Lust auf mehr bekommen. Mit Sicherheit kommt es am Ignaz-Kögler-Gymnasium nächstes Jahr wieder zu einer Musicalfahrt, wenn wieder so viele musicalbegeisterte Schülerinnen und Schüler "mit an Bord" sind;  etwa zu „Rocky“, das in Stuttgart im benachbarten Palladium-Theater aufgeführt wird. Da alle Teilnehmer ihren „ungeraden“ Unkostenbeitrag für Karte und Bus großzügig aufrundeten, können nun auch noch 90.- € der AG Seniorenbetreuung übergeben werden. Zum Erfolg der Fahrt trug last but not least das Busunternehmen Waibel bei, das uns pünktlich und zuverlässig fahrend in nicht einmal zweieinhalb Stunden wieder zurück nach Landsberg chauffierte.
 

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