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"Der Stoff aus dem die Träume sind"

Neuntklässler des IKG begeistert vom Kurs "Materialwissenschaften" für besonders begabte Gymnasiasten am Institut für Physik der Universität Augsburg

"Raketen haben mich schon immer fasziniert", erzählt Moritz Würdinger lakonisch, als ihm Schulleiterin Ursula Triller die Urkunde überreicht, mit der seine große Einsatzbereitschaft und der außerordentliche Erfolg gelobt werden, die der IKG-Schüler am Institut für Physik der Universität Augsburg zeigte.120919_FörderurkundeWürdingerMoritz HP.JPG

Im Schuljahr 2011 /12 nahm er dort an einem Kurs zu Materialwissenschaften teil, der im Rahmen des "Begabungsstützpunkts Augsburg" angeboten wurde. Auch wenn das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus sich mit diesem Förderprogramm primär an besonders begabte Schülerinnen und Schüler der schwäbischen Gymnasien richtet, werden "Migranten" aus dem benachbarten Oberbayern-West ganz offensichtlich ebenso freundlich aufgenommen. Voraussetzung für die Teilnahme sind eine ausführliche Stellungnahme der von den Schülerinnen und Schülern besuchten Schule über das Vorliegen einer besonderen Begabung. Das Erbringen der diesbezüglichen Nachweise durfte Moritz nicht schwer gefallen sein, hatte er doch in den vergangenen Jahren immer wieder an einschlägigen Mathematik-Wettbewerben äußerst erfolgreich teilgenommen. Dabei schreckte es ihn auch nicht, dass außer ihm nur noch ein Elftklässler aus Augsburg an dem Kurs teilnahm.

Jeden zweiten Freitag nahm sich der Leiter des Lehrstuhls Didaktik der Physik höchstpersönlich drei Stunden Zeit, um zusammen mit den wissbegierigen Schülern über Problemstellungen rund um den Raketenbau nachzudenken. "Und manchmal hattten wir noch zusätzlich externe Betreuer," fügt Moritz hinzu und schildert, womit sie sich in dieser Zeit so alles beschäftigten. So gingen sie z.B. der Frage nach, wie sich der enorme Treibstoffverbrauch beim Raketenstart reduzieren lässt, suchten nach leichten und zugleich stabilen Materialien für den Raketenbau und prüften dazu Karbon und andere Faserverbundstoffe am Fraunhofer Institut. Es wurden Versuche mit flüssigem Stickstoff angestellt, Videoaufnahmen des Raketenstarts ausgewertet, Kugeln in verschiedenen Winkeln abgeschossen, um die Auswirkung auf die Flugbahn zu untersuchen und Vieles andere mehr. Es ist nicht schwer, dem Schüler die Begeisterung an der Sache anzumerken. Ganz fasziniert von seinem Bericht und stolz auf ihren Schüler zeigte sich Ursula Triller: "Weiter so, Moritz!"

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