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Gegen das Vergessen - eine Zeitzeugin der zweiten Generation berichtet

Prof. Erika Rosenberg spricht am 9. November 2011 über das berühmte Ehepaar Oskar und Emilie Schindler

Viele kennen Steven Spielbergs oskarprämierten Film "Schindlers Liste", der von der abenteuerlichen Wandlung des NSDAP-Parteigängers, Lebemanns und Unternehmers Oskar Schindler hin zu einem Menschen handelt, der über 1200 Juden das Leben rettet und dabei weder den Verlust des eigenen Vermögens noch Verhaftungen durch die Gestapo scheut. Stimmt das Bild, das der amerikanische Regisseur zeichnet? Und welche Rolle spielte Schindlers Frau Emilie? Wer könnte besser darüber aufklären als Frau Prof. Erika Rosenberg, die als enge Vertraute von Emilie Schindler in ihrem Vortrag noch authentisch über das berühmte Ehepaar Schindler berichten kann.

Erika Rosenberg wurde 1951 in Buenos Aires als Tochter deutsch-jüdischer Emigranten geboren. Ihre Eltern (der Vater war Jurist, die Mutter Ärztin) hatten 1936 Berlin verlassen und waren über Paraguay nach Buenos Aires ausgewandert. Das Thema Holocaust war in der Familie Rosenberg Tabu. Doch das änderte sich spätestens als 1990 Erika Rosenberg, die als Schriftstellerin, Dolmetscherin, Lehrerin und Journalistin arbeitet, im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeiten Emilie Schindler kennenlernte, die Witwe von Oskar Schindler. Seit dem ersten Treffen verband die beiden Frauen eine innige Freundschaft und Frau Rosenberg betreute und begleitete Emilie Schindler bis zu deren Tod. Aus den Gesprächen zwischen Emilie Schindler und Erika Rosenberg entstanden drei international bekannte Bücher ("In Schindlers Schatten. Emilie Schindler erzählt ihre Geschichte", "Ich, Oskar Schindler. Die persönlichen Aufzeichnungen, Briefe, Dokumente", "Ich, Emilie Schindler. Erinnerungen einer Unbeugsamen").

Prof. Erika Rosenberg ist es ein großes Anliegen, Geschichte als etwas Lebendiges zu vermitteln. Sie befindet sich zur Zeit auf Vortragsreise in Europa und kommt dabei auch nach Landsberg, wo sie vormittags zu Schülerinnen und Schülern der beiden Landsberger Gymnasien sprechen wird.

Die interessierte Öffentlichkeit ist aber ebenfalls eingeladen, die Biografin von Emilie und Oskar Schindler am Abend des 9. November um 19.30 Uhr in der Aula des Ignaz-Kögler-Gymnasiums zu hören und mit ihr ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird die Referentin auch eine Ausstellung über Emilie Schindler eröffnen. Zahlreiche Bilder, Fotos und Dokumente werden danach bis Ende November im Ignaz-Kögler-Gymnasium zu den Öffnungszeiten der Schule zu sehen sein. Der Eintritt zur Abendveranstaltung beträgt 3,--€.

 

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