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"Peter Pan" im Landsberger Stadttheater

Neuntklässler besuchen eine Inszenierung der American Drama Group in britischer Originalfassung

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Die American Drama Group Europe brachte am 19. März 2015 in Landsberg eine Bühnenfassung des Kinderbuchklassikers von James Matthew Barrie in englischer Originalsprache zur Aufführung; Grund genug für Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe zusammen mit ihrer Lehrerin an diesem Vormittag den Lernort von der Schule ins Theater zu verlegen.

Das Bühnenbild war sehr einfach gehalten, ohne zu spartanisch zu wirken. Dadurch konnte sich der Zuschauer, in diesem Fall alles Schüler verschiedener Jahrgangsstufen und Schulen, ganz auf die englische Originalsprache konzentrieren. Die verschiedenen Rollen wurden in Mehrfachbesetzung von insgesamt vier Schauspielern (Peter Pan  Jon-Paul Rowden, Wendy  Georgie Ashworth, Mrs Darling und Nana, the dog  Ruth Cataroche und Captain Hook  Joshua Diffley) wunderbar in Szene gesetzt, wie z. B. die gefährlichen Piraten, Kapitän Hook, die liebevollen Darling-Eltern, die verlorenen Boys etc. Regie führte Gail Sixsmith, die als Schauspielerin schon bei der Royal Shakespeare Company mitspielte, bevor sie ihre eigene Produktionsfirma gründete und auch verschiedene Regiearbeiten (u. a. Kurzfilme) durchführte. Mit dem Stück will sie das Geschichtenerzählen in den Mittelpunkt stellen und den Zuschauer einladen, der eigenen Phantasie nachzugehen und in die Welt des Geschichtenerzählens einzutauchen. Doch Peter Pan ist nicht nur phantasievolle, leichte Kost, sondern durchaus vielschichtig. Auf der einen Seite ist Peter Pans Heimatland „Neverland“ natürlich ein wundervoller Ort voller Abenteuer, doch gleichzeitig ist es ein Land voller Gefahren, die Angst machen. Die Geschichte handelt darüber hinaus von Verlust, Verlassen werden, dem Bedürfnis nach Liebe und Geliebt werden, Einsamkeit, der Angst vor dem Älterwerden und Verantwortung – um nur einige der Themen zu nennen. Diese Inszenierung versucht, eine Balance zu schaffen zwischen den Extremen, dem Licht und der Dunkelheit, zwischen dem Guten und dem Bösen, und natürlich möchte sie das Menschsein in seiner ganzen Komplexität darstellen.
Das Stück war – obwohl oder gerade weil der Inhalt den Schülern bekannt war – sehr kurzweilig. Das Sprechtempo war gut, die Schüler hatten keine Schwierigkeiten, den sehr deutlich sprechenden Schauspielern zu folgen, und hatten eine gute Gelegenheit, britisches Englisch im Original zu hören. Eine Gelegenheit, die sie sehr genossen, wie sie mehrfach versicherten.

 

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