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Chemie mit "Feeling"

Die Klasse 10c besucht die Hochschule Augsburg

Ist überall, wo Coca Cola draufsteht, auch Coca Cola drin? Kann eine Banane tatsächlich als Hammer benutzt werden? Wie kann Eis brennen? Fragen über Fragen.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c - sprachlicher Teil - kennen jetzt die Antworten. Am Donnerstag, den 9. Juni 2011 durften sie nach Augsburg fahren, um an der Hochschule die legendäre „Zaubervorlesung“ mit dem Thema „Chemie ist unser Leben“ des Chemieprofessors Rudi van Eldik zu hören und zu sehen. Bekannt wurde die Vorlesung in Erlangen, wo sie auf einer großen Bühne mit tollen Lichteffekten, Musik und Schauspiel aufgeführt wird. Die Zehtnklassler sahen ein „Best of“ in kleinem Rahmen.

Nach der Schule fuhr die Klasse mit dem Zug nach Augsburg, wo sie schon von Prof. Dr. Nikolaus Müssigmann erwartet wurde. Der Professor zeigte den Schülerinnen und Schülern den Campus am Brunnenlech – einen Teil der gesamten Hochschule. Dann durften sie die Bibliothek besichtigen, die Cafeteria und das Audimax, das Platz für über 500 Studenten bietet. Dort beantwortete Herr Müssigmann viele Fragen zur Hochschule, zu den angebotenen Studiengängen sowie zum Studium allgemein.

Danach stand die Vorlesung an. Nach einer kurzen Einführung durch Prof. Dr. Weber ging es los. Rudi van Eldik stellte sich und seine Zaubervorlesung vor, bei der es ihm vor allem um „Edutainment“ geht. Ein Neologismus aus dem Wortspiel „Education“ und „Entertainment“. Education, weil man bei seinen Vorlesungen etwas lernen soll und Entertainment, weil die „Show“ mit ihren Lichteffekten, Experimenten Spaß machen soll.

Alles begann mit einer Banane und flüssigem Stickstoff. Die Schülerinnen und Schüler konnten sehen, dass man eine Banane tatsächlich als Hammer benutzen kann, wenn man sie nur lang genug in Stickstoff hält. Faszinierend war auch ein Versuch mit Luftballons und Stickstoff. Die Ballons wurden quasi im Stickstoff samt Luft „eingefroren“. Als man sie wieder herausholte, dehnte sich die Luft wieder aus und die Luftballons erreichten ihre vorherige Größe. Weiter ging es mit der Knallgasprobe und dem Gas Helium, welches die Schallgeschwindigkeit ändert und somit die Stimme „piepsig“ klingen lässt. Der nächste Versuch war wieder spektakulär. Magnesiumpulver wurde in ein Gebilde aus Trockeneis gestreut und entzündet. Die Schülerinnen und Schüler konnten beobachten, wie das Metall verbrannte und das Trockeneisgebilde danach schwarz war. Das war das zu Kohlenstoff reduzierte Trockeneis (CO₂). Außerdem wurde Magnesiumoxid frei, was als „Dampf“ austrat. So ging es weiter mit chemischen Reaktionen, die die Schülerinnen und Schüler teilweise sehr gut verstehen konnten, da sie so manche Thematik schon zuvor im Chemieunterricht besprochen hatten. So wissen sie jetzt, wie man aus einem bestimmten Gemisch durch einen kleinen Zusatz „Coca Cola“ herstellen kann und wie man durch das sogenannte Thermitverfahren elementares Eisen gewinnen kann.

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