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Eltern und Lehrer in gemeinsamer Verantwortung

Oberstes Ziel der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft, des Zusammenwirkens von Eltern und Lehrkräften ist die Persönlichkeitsentwicklung und der Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen an unserer Schule. Dazu bedarf es Vertrauen, Verständnis und Verständigung. Seit dem Schuljahr 2014/15 nehmen sich am IKG Lehrkräfte und Eltern der diesbezüglichen Fragen gemeinsam in dem regelmäßig zusammenkommenden Arbeitskreis "Schulgemeinschaft leben" an.

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Von der Elternarbeit zur Erziehungs- und Bildungspartnerschaft

Elternarbeit heute - dass da etwas zu tun sei, erschien dem Bayrischen Landtag wohl so dringend, dass er gleich per Gesetz im vergangenen Jahr alle bayerischen Schulen dazu aufforderte, die Kooperation zwischen Elternhaus und Schule vor Ort unter die Lupe zu nehmen und sich ein maßgeschneidertes Konzept zur Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zu geben.

Gleich in der ersten Sitzung des IKG-Arbeitskreises zeigte die Fülle der Fallbeispiele, die jedem der beteiligten Eltern und Lehrkräfte unter den Nägeln brannten, einen ganz enormen Gesprächsbedarf. Allen wurde deutlich, dass der Schwerpunkt des Konzepts auf den Bereich der Kommunikation liegen muss, dominiert dieser doch eindeutig auch die anderen Bereiche der Gemeinschaft und Kooperation und trägt maßgeblich dazu bei, ob ein Miteinander gelingen kann.

Das Konzept sollte repräsentativ und nachhaltig sein, weshalb alle Eltern und Lehrkräfte regelmäßig über den Arbeitsstand informiert wurden und Möglichkeiten der Rückmeldung erhielten. Die Elternvertreter nutzten dazu ihren E-Mail-Verteiler, die Vertreter der Lehrerseite eine Stellwand im Lehrerzimmer.  Aber auch die Anregungen der Schülervertreter wurden in das Konzept eingearbeitet.

Wichtiger Grundstein: Die Wertevereinbarung des Ignaz-Kögler-Gymnasiums

Nicht von ungefähr stehen nach einem halben Jahr intensiven Arbeitens dem fertigen Konzept die Leitsätze unserer Wertevereinbarung als Grundstein voran. Bei all den Rückmeldungen von Lehrer-, wie Eltern-, wie Schülerseite, wurde auffällig oft darauf hingewiesen. 

Wie wichtig ein Klima des grundsätzlichen Vertrauens, des wechselseitigen Verständnisses und der Bereitschaft zur Verständigung ist, ist uns in den langen Diskussionen der ersten drei Sitzungen sehr bewusst geworden, einschließlich der Erkenntnis, dass sich doch manches leicht einrichten lässt, wenn die „Betriebsblindheit“ wegfällt – auch das ist ein positiver Effekt wechselseitigen Austauschs. Das können z.B. auf Seiten der Schule vermeintlich ganz simple Dinge sein, wie eine bessere Beschilderung zur Orientierung im Schulhaus, bessere Weiterleitung von Informationen, eine gelebte Willkommenskultur, etc.P1110951.JPG

Bildungserfolg und Persönlichkeitsentwicklung

Unser Konzept zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft will das in den Mittelpunkt rücken, um das es Eltern wie Lehrer gleichermaßen geht: Wir sehen alle im Bildungserfolg und in der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen dieser Schule unser ganz zentrales Ziel (zit. nach Prof. Dr. Dr. Werner Sacher). Damit dies gelingt, sollten Eltern und Lehrkräfte grundsätzlich auf gleicher Augenhöhe in gleicher Verantwortung agieren. Sie sollten sich bei ihrer gemeinsamen Aufgabe wechselseitig unterstützen und stärken. Und selbstverständlich sollten sie ohne Angst, offen und respektvoll aufeinander zugehen und miteinander umgehen.
Dafür, dass dies immer besser gelingen kann, sind ganz konkrete Ideen gesammelt worden, die als Sicherungs- und Entwicklungsziele Einlass in das Konzept unserer Schule gefunden haben.

Wir haben uns Gedanken zu unseren grundsätzlichen Zielen gemacht und  gemeinsam bilanziert, was es dazu schon an unserer Schule gibt und dies als sogenannte „Sicherungsziele“ festgehalten. Im Anschluss an die Auflistung der bereits schon im großen Umfang etablierten Maßnahmen haben wir Entwicklungsziele formuliert, die darauf aufbauend weitere Maßnahmen und Ziele umfassen.

Erste Maßnahmen

In der letzten Sitzung des Arbeitskreises Mitte April 2015 haben wir uns mit der Sicherstellung der Umsetzung beschäftigt und Zuständigkeiten für die meisten Maßnahmen ausgewiesen.
Einiges davon ist schon umgesetzt bzw. in Arbeit: Auf der Homepage befindet sich mittlerweile das vielfach gewünschte Kontaktformular, das auch in den nächstjährigen Schulplaner aufgenommen wird. Zum Ersten Allgemeinen Elternsprechtag werden sich die Eltern und Erziehungsberechtigten auch online per ESIS anmelden können. Der „Kleine Ignaz“ – eine Zeitschrift von diesjährigen Unterstufenschülern soll Anfang des kommenden Schuljahres den neuen Schülerinnen und Schülern den Einstieg in unser Gymnasium ebenso erleichtern wie ihren Eltern eine Begrüßungsmappe mit allen wichtigen Informationen.

Gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte und Eltern

Für die geplanten gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte und Eltern konnten wir zum Thema „Erfolgreiche Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Schule“ Prof. Dr. Dr. Sacher für den 1.10. 2015 gewinnen. Eine weitere gemeinsame Veranstaltung wird ein Seminar zur gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg sein, durchgeführt von Sylvia Lustig, Diplom-Soziologin und Trainerin für gewaltfreie Kommunikation.

Auch eine bessere Abgestimmtheit und Kooperation von Elternbeirat und SMV bei künftigen Schulfesten wurde vereinbart und im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung zum Sommerfest 2015 verwirklicht.

Schulgemeinschaft leben

Fortgeführt werden die Themen des Arbeitskreises künftig von der Arbeitsgruppe „Schulgemeinschaft leben“, die die Verankerung der Wertevereinbarung im Schulleben mit Schwerpunkt „Kommunikation“ ganz konkret machen will. Zum Gelingen dieses Ziel trägt sicherlich bei, dass die bisherigen Mitglieder des Arbeitskreises auch künftig mitwirken werden.
An dieser Stelle sei allen Eltern und Lehrkräften, die sich bei der Entwicklung dieses Kooperationskonzepts ideen- und tatkräftig eingesetzt haben, ganz herzlich gedankt, insbesondere Dirk Dahlke, Christine Schüßler und Kerstin Vogt vom Elternbeirat und auf Lehrerseite Florian Kopp, Martina Traut, Florian Walter, Mechthild Wand und Sylvia Würdinger.

Evaluation

Das erarbeitete Konzept zur Erziehungs- und Bildungspartnerschaft sieht auch eine prozessbegleitende Evaluation der Sicherungs- und Entwicklungsziele vor, die in enger Zusammenarbeit mit allen Betroffenen der Schulgemeinschaft in regelmäßigen Abständen erfolgen soll und dazu dient, das Konzept nicht „einfrieren“ zu lassen, sondern den im Wandel begriffenen Bedürfnissen und Erfordernissen zur Kooperation von Elternhaus und Schule anzupassen.

 

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