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Fit für die Energiewende

Das Energiedorf des BUND zum zweiten Mal während der Projektwoche am Ignaz-Kögler-Gymnasium

Während der Fahrtenwoche durften auch heuer wieder die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe an einem außergewöhnlichen Projekt teilnehmen: Sie konnten sich unter Anleitung von Peter Satzger und Volker Glaser am Aufbau einer alternativen Energieversorgung für eine mittelgroße Gemeinde wie Kaufering versuchen. Der Bund Naturschutz in Landsberg hat hierzu ein mobiles Modelldorf entwickelt, das inzwischen weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt ist. Auf einer Fläche von ca. 2m x 5m wird aufgebaut, was man so alles in einer Gemeinde wie Kaufering findet: Häuser, Kirche, Bauernhöfe, Fabriken, ein kleines Kraftwerk. Um das Dorf herum gibt es Äcker, Wiesen, Wälder, Moore. 1 Energiedorf.jpg
Um aber zunächst einmal eine Vorstellung zu bekommen, wie verschwenderisch wir heute mit Energie umgehen, durften alle auf zwei umgebauten Fahrradergometern selber elektrische Energie erzeugen und damit verschiedene Verbraucher betreiben. Eine Energiesparlampe 20 Watt, Glühlampe – 100 Watt - das geht ja noch, Föhn, Radio, da merkt man dann doch schon, dass der Strom nicht umsonst fließt. Beim Wasserkocher mit 700 Watt war dann für alle das Ende der Fahnenstange erreicht. Bei 2° C Temperaturerhöhung war für die meisten Schluss, das aber würde nicht einmal für einen anständigen Kaffee reichen.
In den restlichen drei Stunden durfte die Gruppe dann ihr Dorf fit machen für die Energiewende. Wie im richtigen Gemeinderat mussten die Schülerinnen und Schüler überlegen und diskutieren, welche Maßnahmen sie durchführen wollten und wie sie die Bürger dazu bringen könnten auch mitzumachen: „Wie schaffen wir es, dass sich Leute neue energiesparende Geräte anschaffen?“ „Wer wäre bereit, eine PV-Anlage auf seinem Haus installieren zu lassen?“ „Was ist, wenn sich die Bauern weigern Land herzugeben für die Errichtung einer Windkraftanlage herzugeben?“ „Wie wirkt es sich auf die CO2-Bilanz aus, wenn sie auf ökologischen Anbau umschwenken?“ … Fragen über Fragen.3 Licht - selbst gemacht.jpg
Noch viele andere Maßnahmen mussten durchdiskutiert und auf den kleinen Modellhäuschen umgesetzt werden. Die Auswirkungen der beschlossenen Maßnahmen konnten die Schülerinnen und Schüler jeweils in aufschlussreichen Diagrammen beobachten, die, vom Computer aufbereitet, an die Wand projiziert wurden. Am Ende hatte es die Gruppe geschafft, drei Viertel der ursprünglich von einem externen Energieversorger eingekauften Energie, entweder einzusparen oder in der Gemeinde alternativ selber zu erzeugen.
Nach vier interessanten und lehrreichen Schulstunden, wussten dann alle, dass es zum Gelingen der Energiewende mehr braucht, als eben mal ein paar Photozellen aufs Dach zu schrauben und welch beindruckendes Einsparpotential möglich ist.


 

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