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Bau einer Camera Obscura

ein gelungenes Projekt der Klasse 7c während der Fahrtenwoche

Camera Obscura 1.JPGViele Geräte des Alltags und auch Naturphänomene beruhen auf einfachen physikalischen Zusammenhängen. Soweit möglich wird die Funktionsweise im Unterricht auch erklärt. Leider bleibt im normalen Physikunterricht aber meist viel zu wenig Zeit, Funktionsmodelle des einen oder anderen Gerätes selber zu basteln, obwohl dies oft mit wenig Aufwand möglich wäre. Einer der interessantesten Apparate, die man leicht mit den Gesetzen der Optik verstehen kann, wie sie in der 7. Jahrgangstufe vermittelt werden, ist die sogenannte Lochkamera, den meisten Menschen besser bekannt unter dem Namen Camera Obscura. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c nutzten die Fahrtenwoche um unter Anleitung ihrer Physiklehrerin Franziska Steff jeweils ein solches Gerät zu basteln, das dann auch jeder mit nach Hause nehmen durfte.Camera Obscura 2.JPG
Bereits Aristoteles kannte das zugrundeliegende optische Prinzip. Man benötigt dazu nur einen dunklen, allseits geschlossenen Raum, in dessen Vorderseite sich ein kleines Loch befindet. Auf einem Bildschirm an der Rückseite kann man dann geisterhafte Bilder von der Welt draußen beobachten. Ihre Blütezeit erlebte sie in der Zeit des Barock und Rokoko, wo sie angeblich sogar von Malern wie beispielsweise Canaletto oder Jan Vermeer benutzt wurde, die mit ihrer Hilfe ihre naturnahen und detailreichen Landschaftsbilder malten. In gebildeten Kreisen dieser Zeit war die Betrachtung der Camera Obscura-Bilder ein beliebtes Gesellschaftsspektakel. Und auch heute noch kann man die Faszination, die von diesem einfachen optischen Gerät ausgeht, in verschiedenen Ausstellungen und Museen erleben, in Modellen, die oft so groß sind, dass man darin herumgehen kann, beispielsweise im „Experimentarium imaginata“ in Jena oder in Mülheim an der Ruhr, wo sich in einem alten Wasserturm die größte begehbare Camera Obscura der Welt befindet.Camera Obscura 3.JPG
Die Geräte, die die Schüler der Klasse 7c bastelten, waren natürlich viel kleiner. Und das Material, das man dazu benötigt, findet man in jedem Haushalt.
Man nimmt eine leere Chipsdose und bohrt in den Boden ein Loch, formt aus schwarzem Tonpapier eine Röhre, die exakt in die Chipsdose passt und bestenfalls ein Stück übersteht, damit die finale Justierung einfacher gelingt. Eine Seite der Röhre verschließt man exakt mit Transparentpapier, auch Butterbrotpapier eignet sich hervorragend. Dieses sollte, um Klebestreifen zu bilden, groß genug ausgeschnitten und dann aufgeklebt werden. Nun schiebt man die Tonpapierrolle, Transparentschirm voran, in die Chipsdose und blickt hindurch. Mit der richtigen "Feineinstellung" steht nun alles auf dem Kopf.

 

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