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"Nimm den Stift in die Hand!" - SMV-Schreibwettbewerb fördert beeindruckende Texte zu Tage

Preisverleihung des diesjährigen Aufsatzwettbewerbs

"Nimm den Stift in die Hand, mache deinen Text bekannt", prangte über Wochen hinweg auf Plakaten, die die emisgen Vertreter der SMV um Simon Bernauer und Antonia Brands schon kurz nach den Sommerferien in den Klassenstunden verteilen ließen. Auch über das Digitale Schwarze Brett im Haupteingang lief der Aufruf. Ganz frei und ohne Bindung an irgendwelche Schulaufgabenformate durfte jeder Schüler, jede Schülerin einen Text verfassen und für den diesjährigen Wettbewerb einreichen. Man brauchte sich also nur noch von der Muse küssen zu lassen und dann konnte es losgehen.

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Am Ende kamen aus allen Altersstufen die unterschiedlichsten Textsorten mit ganz verschiedenen Themen zusammen. Die achtköpfige Jury - bestehend aus Eltern, Deutschlehrkräften und Schülern - hatte ganz schön zu lesen über die Faschingsferien und zeigte sich am Ende stark von den Schülertexten beeindruckt. Kein Wunder, dass es schwer fiel, sich auf die endgültigen Preisträger zu einigen. Am Ende setzten sich vier Hauptpreise durch:

Mika Reuter (10c) erzählt, basierend auf den Erlebnissen seiner Großmutter, mit seiner Kurzgeschichte "Der Koffer", die Geschichte einer Flucht aus der DDR 1957. Unter Verwendung virtuos eingesetzter erzähltechnischer Elemente (Innerer Monolog, Dingsymbol Koffer, parataktisch-lakonische Dichte, gezielter, aber nicht übertriebener Einsatz von Stilmitteln) gelingt es Mika, auf ganz erstaunliche und für sein HP2.JPGAlter weit überdurchschnittliche Weise ein  berührendes Thema schriftstellerisch zu gestalten.

In "Schwimmen gehen" - dem Beitrag von Lina Müller-Hahl (8b)  - steht ein Mädchen im Begriff, Selbstmord zu machen. Ein kleiner Junge, der zufällig vorbeikommt, hält es jedoch mit seinen unbedarft kindlich-direkten Fragen von seinem Vorhaben ab. Auch diese Geschichte, die weitgehend aus dem Dialog der beiden besteht, beeindruckte die Jury durch ihre überdurchschnittliche Erzähldichte und Gestaltung.

Ganz ohne aufgeregeten Handlungsbogen kommt die eher szenenhafte Geschichte "Von der Muse geküsst" aus, die Leonie Zwiessler (6c) eingereicht hat. Sie setzt dafür auf sehr anschauliche, bildhafte Beschreibungen, die die imaginierte Begegnung der Protagonistin mit der verstorbenen Großmutter erlebbar werden lässt. Eine interessante Idee und für das Alter überdurchschnittlich sprachgewandt geschrieben. Schon der Einstieg in die Geschichte, bei dem die Hauptfigur einen Füller der  Verstorbenen in der Hand hält, ist sehr gelungen und für eine Sechstklässlerin ungewöhnlich.

Eine süße Erlebniserzählung  hat Luisa Bartsch (5d) mit "Wenn Elfen helfen" geschrieben. Auf der Zugfahrt zur Tante trifft die Ich-Erzählerin auf ein geheimnisvolles Mädchen, das sich als Elfe entpuppt und in der Lage ist, den ganzen Zug in seinen Wald umzuleiten. Ohne übertriebenen Spannungsbogen schildert Luisa eine eher merkwürdige Episode anschaulich und spannend und zeigt damit ebenfalls eine für ihr Alter überdurchschnittliche stilistische Gewandtheit.

Alle vier Erzählungen werden im Jahresbericht 2014 zu lesen sein.

Außer Konkurrenz wurden ebenfalls gewürdigt: Verena Storhas (8c) mit dem bildstarken, philosophisch geprägten Text "Inspiration" und Remal Hassan aus der Einführungsklasse (10e) mit ihrem kurzen Text "Verzaubert".

Alle Sieger erhielten von der SMV im Beisein von Schulleiterin Ursula Triller und Elternbeirätin Frau Dietl ein Kinopaket und eine Urkunde. Die Schulleiterin freute sich über das hohe Niveau der Arbeiten ihrer Schülerinnen und Schüler und wagte augenzwinkernd einen Blick in deren schriftstellerische Zukunft. Ein großes Lob ging auch an die Mitglieder der Jury und insbesondere an Simon Bernauer als Vertreter der SMV, der den Wettbewerb maßgeblich organisiert und begleitet hat.

 

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