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Hausaufgaben- und Lerntipps für Schüler

Was man alles beachten muss, um Erfolg zu haben

  1. Plane die Lernzeit langfristig!
    Um die Entstehung eines Lernberges zu verhindern, muss der Lernstoff gleichmäßig über die Zeit verteilt werden. Dazu verwendet man einen Zeitplaner (Terminkalender, Pinboard, Lernplakat), auf dem alle bekannten Prüfungen und alle Freizeitverpflichtungen aufeinander abgestimmt werden. So kannst du deine Lern- und Freizeit optimal einteilen.

  2. Teile deine Hausaufgaben in portionsgerechte Happen ein!
    Die korrekte Führung eines Hausaufgabenheftes ist von allergrößter Wichtigkeit. Nimm dein Hausaufgabenheft und überlege, wie die Aufgaben in Portionen eingeteilt werden können. So kannst du ein Draufloslernen oder Verzetteln vermeiden. Trenne KANN-ZIELE  (Was kann noch gemacht werden? Z. B. Wiederholungen, Hausaufgaben für ein Fach, das erst in einigen Tagen wieder unterrichtet wird, Vorbereitungen für die Schulaufgaben) von MUSS-ZIELEN (alles, was für den nächsten Tag erledigt werden muss).

  3. Wähle die optimale Arbeitszeit!
    Eine allgemein gültige optimale Zeit gibt es nicht; die Faustregel lautet jedoch: Warte eine Stunde nach dem Essen. Jeder muss seine beste Arbeitszeit selbst herausfinden. Dabei ist es aber wichtig, sich unbedingt an eine feste Lernzeit zu gewöhnen. Grundsätzlich ungeeignet ist die Zeit vor Schulbeginn am Morgen.

  4. Anwärmzeit beachten!
    Wähle für den Anfang einen leichten Lernstoff oder eine einfache Aufgabe, bei der man z. B. nur etwas abschreiben oder zeichnen soll.

  5. Die Reihenfolge will überlegt sein!
    Teile deine Zeit in vier Blöcke: In der Anwärmzeit erledigst du die leichten Aufgaben, in der mittleren Phase die schwierigeren, dann wieder die etwas leichteren und zum Schluss wieder die schwierigeren.

  6. Beachte die S-M-Formel!
    Trenne die schriftlichen und mündlichen Aufgaben nicht in zwei große Einzelteile! Der größte Fehler liegt darin, wenn du das Mündliche am Schluss, am Abend oder sogar morgens erledigst. Diese Art des Lernens behindert die Aufnahmefähigkeit des Gehirns und hemmt so den Lernfortschritt.

  7. Schaffe dir einen festen, angenehmen Arbeitsplatz!
    Jeder braucht einen festen Arbeitsplatz, damit er während des Lernens nicht gestört wird. Gestalte ihn so, dass dein Körper, dein Denken und Fühlen auf Lernen eingestellt wird. Dazu gehört die richtige Raumtemperatur, ein korrekter  Lichteinfall (bei Rechtshändern von links vorne), Ordnung, keine Musik oder andere akustische Störquellen. Man legt nur die Hefte und Bücher auf den Schreibtisch, die man gerade braucht.

  8. Richtiges Abschalten will gelernt sein!
    Angenehme und unangenehme Erlebnisse des Tages lassen sich nicht einfach mit einem Knopfdruck abschalten; sie geistern im Kopf herum und behindern das Lernen. Versuche ein kleines Konzentrationstraining! Besonders gut ist es, wenn du beim Mittagessen über das, was dich beschäftigt, reden kannst.

  9. Pausen sind Pflicht!
    Richtig eingebaut bewirken Pausen eine Steigerung der Leistungsfähigkeit. Verteile die Pause gleichmäßig, mache lieber mehrere kurze als eine lange. Pausen dürfen aber grundsätzlich nicht zu lange dauern und zum Selbstzweck werden.

  10. Lerne unter Berücksichtigung deines Lerntyps!
    Benutze verschiedene Lernwege und finde dabei einen Typ heraus.
    • Lerne über SEHEN: Skizzen zeichnen, Farben verwenden, Plakate erstellen, Verbildlichen des Lernstoffes
    • Lerne über HÖREN: Tonträger verwenden, mitsprechen und nachsprechen
    • Lerne über LESEN: Konzentriertes und sinngebendes Lesen

  11. Motiviere dich!
    Lernen nur auf äußeren Druck oder auf eine bevorstehende Schulaufgabe ist wenig erfreulich. Trainiere die Selbststeuerung. Dieses Training besteht aus drei Schritten:
    • SELBSTBEOBACHTUNG: Anfertigung eines Lerntagebuches über einige Zeit. Schreibe dir auf, was du gelernt hast und in welchem Zeitrahmen.
    • SELBSTBEWERTUNG: Was ist jetzt dabei herausgekommen? Bist du einverstanden +), weder zufrieden noch unzufrieden (?) oder insgesamt unzufrieden (-)
    • SELBSTBELOHNUNG: Tue dir etwas Gutes, wenn du deine Lernziele erreicht hast (Selbstlob, Zufriedenheit, Freizeit, Telefonieren, Freunde besuchen, lesen, fernsehen usw.)
    Suche dir für die Zeit des Trainings einen Helfer, dem du deine Tagesprotokolle zeigst und mit dem du sie besprechen kannst.

  12. Lernstoff muss strukturiert werden!
    Lerne nie nur Einzelheiten, sondern erkenne den Rahmen, in dem der Lernstoff steht. Fasse ihn zusammen, fertige dir Skizzen an, schreibe dir einen genialen Spickzettel (den du dann mit Sicherheit nicht brauchst!).

  13. Vokalbellernen mit System:
    * Vokabeln laut zwei- bis dreimal lesen;
    * sich dabei das Wort bewusst vorstellen;
    * eine Seite abdecken, dann schreibend und laut sprechend kontrollieren, ob die Wörter schon sitzen;
    * beide Spalten abwechseln abdecken und abfragen;
    * durcheinander abfragen;
    * blockweise lernen (immer 8 bis 10 Vokabeln);
    * schwierige Vokabeln immer in kleine Sätze einbinden;
    * rechtzeitig wiederholen;
    * Lernkartei für schwierige Vokabeln anlegen.

  14. Fragen zur optimalen Vorbereitung
    Kennst du das? Du kannst den Lernstoff fast auswendig, wirst abgefragt und du kannst auf die Fragen nicht antworten. Das liegt daran, dass reines Faktenlernen nicht ausreicht. Überlege dir: Wie könnte man fragen?  (Zusammenhänge, eigene Meinung; warum?)

  15. Aufmerksames Lesen
    Verwende die 5-Schritt-Methode:
    • 1. Schritt: Text überfliegen
    • 2. Schritt: Fragen an den Text
    • 3. Schritt: Text gezielt auf die Fragen hin lesen
    • 4. Schritt: Text auf Fragen hin beantworten, zusammenfassen und strukturieren
    • 5. Schritt: Wiederholen

  16. Lege dir eine Fehlerkartei an!
    Hartnäckige Fehler kannst du am besten verhindern, indem du dir eine ganz persönliche Fehlerkartei anlegst.

  17. Vergessen! Was ist passiert?
    * Aus Unkonzentriertheit oder mangelndem Interesse kann der Lernstoff nicht andocken an vorhandenem Wissen.
    * Pausenloses Lernen behindert die Einprägung.
    * Informationen gelangen durcheinander, wenn der zu lernende Stoff einander recht ähnlich ist (Ähnlichkeitshemmung).
    * Gleichzeitigkeit von zwei Tätigkeiten (lernen und Radio hören) verhindert die sichere Aufnahme des Lernstoffes (Gleichzeitigkeitshemmung).
    * Kurz vor einer Prüfung eingepaukter Stoff bewirkt eine Blockade beim Abruf der Lerninhalte (Erinnerungshemmung).

    Zum Lernen gehört also immer auch die richtige Einstellung!




 
    
  



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